Kriminalromane - Sachbuch - Anthologie - Texte - Veranstaltungen

Lesungen, Vorträge, Veranstaltungen:

27.09.2018 19.00Uhr Filmvorführung "Bei uns nichts Neues", Dokumentarfilm von Shimon Lev und Astrid Vehstedt (Berlin-Tel Aviv 2014), Verein deutscher Sinti e.v. Bildungszentrum Mer Ketne Königsstraße 3, 32423 Minden/Westf http://www.sintiroma-minden.de/Aktuelles/

27.09.2018 12.00Uhr Filmvorführung "Bei uns nichts Neues", Dokumentarfilm von Shimon Lev und Astrid Vehstedt (Berlin-Tel Aviv 2014) im Gymnasium Petershagen mit ca. 100 Schülerinnen und Schülern

26.09.2018 19.00Uhr Filmvorführung "Bei uns nichts Neues", Dokumentarfilm von Shimon Lev und Astrid Vehstedt (Berlin-Tel Aviv 2014) in Petershagen, Altes Amtsgericht, Mindenerstr. 16 in Zusammenarbeit mit dem Verin Alte Synagoge Petershagen http://www.synagoge-petershagen.de/Alte_Synagoge_P mit anschließendem Filmgespräch mit Shimon Lev und Astrid Vehstedt

24.09.2018 17.45Uhr Filmvorführung Bei uns nichts Neues, Dokumentarfilm von Shimon Lev und Astrid Vehstedt (Berlin-Tel Aviv 2014) im Blankeneser Kino, Bahnhofstraße 4 22587 Hamburg in Zusammenarbeit mit der Gemeinde-Akademie, der Initiative Weltethos e.V. und der Jerusalem-Akademie. mit anschließendem Filmgespräch mit Shimon Lev und Astrid Vehstedt

05.06.2018 11.00Uhr Zeitzeugengespräch mit Prof. Guy Stern, Detroit, in der Gedenkstätte Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz, Hamburg

20.04. 2018 19.30 Schiller in Bagdad, Vortrag Schriftstellertreffen im Jugendbildungszentrum Blossin für den VS Berlin und Brandenburg

11.01.2018 Vortrag zum "Fall Dutroux", Thema des Kriminalromans Sonutarium Labyrinth, Hamburg


 
 

Rezension und Analyse vom 01.06.2013

Friedrich Schiller Wallenstein
Ob man einem "monumentalen Werk" mit "monumentalen" Theatermitteln - was auch immer damit gemeint sein mag - beikommen muss, ist die Frage. Ebenso ist fraglich, ob die zitierte "Werktreue" mit Langeweile gleichzusetzen ist. Es gibt Inszenierungen, in denen Langeweile bereits nach zehn Minuten eintritt, da man spätestens dann weiß, wie und wo der Hase läuft. Die Brecht'sche Definition des "Epischen Theaters", wo es um die Spannung auf den Gang geht - um Spannung auf den Ausgang geht es im dramatischen Theater- ist damit nicht gemeint. Gleiches, also Langeweile, kann man auch dem "Wallenstein" des Peter Stein nachsagen. Langeweile ist heutzutage auf dem Theater sehr weit verbreitet, nur gesteht man es sich wohl nicht ein. Sie bietet  eine gewisse Sicherheit. Sie erschreckt nicht und tut niemandem weh. Andererseits : woran mag es liegen, dass eine sechsstündige Vorstellung des "Théâtre du Soleil", das Szenen aus dem Alltag spielt ("Les Ephémères"), so faszinierend ist, dass man gut und gerne auch noch weitere Stunden  ausgehalten hätte, obwohl die Bänke höchst unbequem sind ?

Das Geheimnis scheint in der Dynamik der Arbeit selbst zu liegen. Wir wissen also, um bei Steins "Wallenstein" zu bleiben, ziemlich schnell, wo's lang geht. Wir haben das Konzept des Regisseurs zu bewundern, damals Stein heute andere. Insofern hat Steins "Wallenstein" auch wenig mit "Werktreue" zu tun. Vielleicht sollten wir auch in diesem Zusammenhang über den treffenderen Ausdruck "Werkgerechtigkeit" nachdenken. Denn Schiller, wenn wir ihn genau lesen, liefert uns keinen bebilderten Geschichtsunterricht, und es hat nichts mit "Werktreue" zu tun, den "Wallenstein" mit historischen Kostümen zu illustrieren. Darüberhinaus ist da der eklatante Widerspruch pittoresker Kostüme dieser Inszenierung zu der, an eine Berliner Lounge erinnernde Bühne, very stylish und beliebig - vom Szenenbild des "Lagers" ganz zu schweigen.

"Werktreue" hat nichts mit Illustration zu tun, aber genau das versucht diese Inszenierung vor allem mit dem historisierenden Ansatz, : es hätte beim "Lager" auch das "Große Fest der Volksmusik" sein können, wobei ein Auftritt des Naabtal-Duos vielleicht noch für entsprechenden Zündstoff gesorgt hätte. Die Auftritte der Trommler und Pfeifer waren da peinlicher. Brutalität des Krieges : Fehlanzeige.

"Werktreue" oder besser: "Werkgerechtigkeit" besteht darin, die Relevanz eines Stückes, das in einer anderen Zeit, unter anderen Umständen geschrieben wurde, für unsere heutige Zeit transparent zu machen und es notfalls, sollte sich diese Relevanz nicht ergeben, eben nicht aufzuführen."Wallenstein" hat aber diese Relevanz. Die Spiele um Macht, Ehrgeiz und sozialem Aufstieg, die Liebe, die dem Krieg geopfert wird, der falsche Ehrbegriff, die Intrigen und die Omnipräsenz des Krieges sind äusserst aktuelle Themen, und man muss hier vor der "Monumentalität" eines Werkes keinesfalls zurückschrecken, zumal Macht und verletzte Eitelkeit eher das Banale im Menschen bedienen, das dann aber leider zu enormen Opfern führen kann.
Die große Schwäche dieser Aufführung sind einerseits die heutigen kleinen Potentaten : vor allem Peter Stein und Klaus Maria Brandauer, die Stars, die bewundert werden wollen - wobei sogar noch dahingestellt sein mag, ob Brandauer das Etikett "eitel" oder "Star" verdient, da er durchaus, wie es in der Rezension dargestellt wird, Teil eines Ensembles sein kann und zweifellos ein guter Schauspieler ist - ganz im Gegensatz zu einem Peter Stein. Andererseits ist es der kunstgewerbliche Ansatz, der sogar die heftigen Saufgelage in ästhetische Bilder ummünzt. Krieg ist schmutzig (sauber sind die Kostüme im Lager) und brutal - vor allem dann, wenn er schon sechzehn Jahre wütet. Die Protagonisten sind Kriegsversehrte - auch ein Max Piccolomini, der nichts anderes kennt als äusserte Brutalität und ein friedliches Ereignis als Schock erlebt. Das alles zeichnet Schiller sehr genau - und genau diese Aspekte fehlen in der Inszenierung komplett. Es ist vergleichbar mit dem Ausblenden der Grausamkeiten des heutigen Krieges im Irak. Das hat mit "Werktreue" überhaupt nichts zu tun und wird Schillers Werk nicht gerecht. 
 

Analyse :
Im "Wallenstein" regieren der Schmutz, das Blut und die Brutalität. Die Menschen sind abgestumpft. Wenn jemand, wie der Jäger im "Lager" prahlt mit seiner Brutatliät, dann sollte das Angst machen und nicht nach Schülergehabe aussehen. Unsere eigenen Bilder von Sebrenica sind vielleicht schon wieder vergessen, und die aus dem Irak sind weit weg. Es ist Aufgabe des Theaters, das Grauen präsent zu machen, das uns auch auf den Bildschirmen in unsere Wohnzimmern abhanden gekommen ist.
Schiller hat als Regimentsarzt den Krieg gekannt.
Im "Wallenstein" herrscht das totale Chaos. Jeder macht, was er will, und die Zivilisten gehen daran zugrunde.
Das Lager ist ein wüstes Gelage, das Bordell der Marketenderin ist gleich nebenan, und dort gehen die Soldaten ein und aus. Gewalt ist an der Tagesordnung. Ebenso wüst ist das Saufgelage bei Terzky. Die Bediensteten werden misshandelt, die Keller leergesoffen, die Gäste sind solche, wie man sie  nicht haben möchte.
Es ist eine aus den Fugen geratene Welt, eine menschliche, seelische Wüste, ein unerträgliches Dasein, wie in einem Flüchtlingslager, so dass den Menschen ziemlich egal ist, ob ihnen ein langes Leben gegönnt wird.

Astrid Vehstedt

 

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Ich möchte Sie auf eine Reise mitnehmen, die meine eigene Entdeckung und Wiederentdeckung Berlins ist: fröhlich und ernst zugleich.

Astrid Vehstedt.  Wo Berlin am schönsten ist.   192 Seiten mit 24 Abbildungen und 1 Karte. Broschur € 9,95

ISBN 978-3-8319-0635-2


Anthologie von 20 Berliner Schriftstellerinnen und Schriftstellern

"Dem Wandern stehen Migration, Flucht und Vertreibung gegenüber. und gerade jetzt scheint es erneut, als habe eine Unruhe die Welt erfasst, die einerseits bedrohlich ist, andererseits aber auch neue Perspektiven ausfzeigt."  Astrid Vehstedt

Herausgeber: Astrid Vehstedt und Michael-André Werner VerlagBerlinBrandenburg Broschur 160 S. €12,-  ISBN 978-3-945256-65-7

Kriminalroman

 Irgendwann würde er ihn zu fassen kriegen. Und dann? Dann köme der nächste Verbrecher an die Reihe und dann wieder der nächste, wie in den vergangenen Jahren. Es war wie in einem Labyrinth, und hinter jeder Verzweigung war wieder ein neuer Fall, bis er vielleicht einmal ins dunkle Zentrum vorstieß...

Leipziger Volkszeitung:
„...ein Krimi... der zugleich als Politthriller und rheinisches Sittengemälde daherkommt(… )Vehstedt... bringt Stasi und KGB mit ins Spiel, (...) konfrontiert ihre Protagonisten... mit deutscher Geschichte und jüdischem Leid. Das ist nicht immer leichte, aber immerfesselnde Lektüre(...) Keine Frage: die Story schreit nach einer Fortsetzung. Und Luca Gawriloff hat fürKrimifreunde das Zeug zum Kultkommissar.“

Astrid Vehstedt  Sonutarium Labyrinth - Gawriloff-Krimi- fhl-Verlag Leipzig 474 S. Broschur €14,00 ISBN 978-3-942829-09-6 

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